Wissenschaftsjournalismus ist das bekanntere journalistische Genre: Wissenschaftsjournalismus bezeichnet die journalistische Berichterstattung über die Wissenschaften. Er bereitet wissenschaftliche Themen, Forschungsergebnisse, Diskurse und deren gesellschaftliche Relevanz für eine breite Öffentlichkeit verständlich auf, ordnet ein und vermittelt, um so die Kluft zwischen Wissenschaft (insbesondere Universitäten und Hochschulen) und Gesellschaft zu überbrücken. Dabei nimmt er auch ethische Fragen in den Blick. Allerdings wird das Wissenschaftssystem selbst, mitsamt seinen Strukturen und Akteuren, im Wissenschaftsjournalismus bislang noch zu selten kritisch beleuchtet.
Der Begriff Wissensjournalismus wird in manchen Publikationen mit dem des Wissenschaftsjournalismus gleichgesetzt. Ich verwende ihn, um folgende Schwerpunkte zu setzen:
- Im Wissensjournalismus stehen aktuelle gesellschaftliche Ereignisse und Fragestellungen im Mittelpunkt.
- Ziel ist es, durch die Vermittlung von Wissen – das nicht nur aus der Wissenschaft, sondern auch aus Praxis und Alltag stammen kann – Orientierung und Einordnung zu bieten.
- Wissensjournalismus ist damit stärker an den Informationsbedürfnissen der Gesellschaft orientiert und weist eine Nähe zur Bildungsarbeit auf, bleibt aber journalistischen Kriterien wie Aktualität und Relevanz verpflichtet.
Ein weiterer verwandter Begriff ist der des Fachjournalismus. Der Fachjournalismus konzentriert sich auf die Berichterstattung über ein bestimmtes Fachgebiet – etwa Medizin, Technik, Recht oder Sport. Dabei stehen Tiefe und Detailgenauigkeit im Vordergrund – unabhängig davon, ob die Informationen wissenschaftlichen Ursprungs sind.
